Was in den Lebenslauf gehört — und was nicht
Ein Lebenslauf ist keine Biografie. Er ist eine Antwort auf eine einzige Frage: Warum diese Person für diese Stelle? Alles, was zu dieser Antwort nichts beiträgt, kostet den Platz, den die Antwort bräuchte.
Was auf jeden Fall hineingehört
Name, eine erreichbare E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Stadt. Berufserfahrung mit Arbeitgeber, Position, Monat und Jahr von Anfang und Ende. Ausbildung mit Abschluss und Zeitraum. Kenntnisse, die überprüfbar sind — Werkzeuge, Systeme, Sprachen mit Niveau.
Bei den Aufgaben: lieber zwei bis vier Stichpunkte, die etwas sagen, als acht, die nichts sagen. „Verantwortlich für Kundenbetreuung" beschreibt eine Stellenbeschreibung. „Betreuung von rund 40 Bestandskunden, Vertragsverlängerungen bei etwa 90 Prozent" beschreibt Sie. Zahlen müssen nicht beeindruckend sein, sie müssen die Größenordnung zeigen: wie viele, wie oft, wie lange, für wen.
Was fast immer weg kann
Der Satz „Referenzen auf Anfrage" — das versteht sich. Eine Fertigkeitsleiste mit vier von fünf Punkten für Excel; niemand weiß, was Ihre vier bedeuten. Der Schulabschluss, wenn ein Studium und zehn Jahre Arbeit darüber stehen. Software, die heute jeder benutzt. Hobbys, die auf jeder zweiten Bewerbung stehen — es sei denn, das Hobby hat mit der Stelle zu tun, dann ist es plötzlich interessant.
Was je nach Land verschieden ist
Hier gibt es keine allgemeingültige Regel, und das ist der wichtigste Punkt überhaupt: Foto, Geburtsdatum, Familienstand und Staatsangehörigkeit sind Ländersache. In Teilen Europas sind sie üblich oder werden erwartet. In Großbritannien, Irland, den USA, Kanada und Australien lässt man sie weg, teils weil Unternehmen Bewerbungen mit solchen Angaben aus Antidiskriminierungsgründen gar nicht erst annehmen. Auch die Unterschrift unter dem Lebenslauf ist regional.
Deshalb ist das in CVgogo eine Einstellung und keine Vorgabe: Sie entscheiden, ob Foto und persönliche Daten erscheinen, je nachdem, wohin die Bewerbung geht.
Lücken
Eine Lücke ist kein Makel, eine unerklärte Lücke ist eine offene Frage. Ein Zeitraum mit einer nüchternen Bezeichnung — Elternzeit, Weiterbildung, Umzug, berufliche Neuorientierung — ist erledigt. Zurechtgebogene Daten sind es nicht: Sie fallen spätestens beim Zeugnis auf.
Länge
Ein bis zwei Seiten, bei langen Laufbahnen drei. Wer weniger als zwei Seiten füllt, soll nicht strecken — eine gut gefüllte Seite ist besser als zwei halbe.