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Ein Lebenslauf pro Stelle — nicht einer für alle

Der häufigste Fehler beim Bewerben ist auch der bequemste: eine Datei, dreißig Mal verschickt. Das Ergebnis ist berechenbar. Ein Lebenslauf, der für alles passen soll, passt nirgends besonders gut — und wenn zweihundert Bewerbungen auf einer Stelle liegen, entscheidet nicht Ihr bester Satz, sondern der erste Blick von zwanzig Sekunden.

Die Anzeige sagt Ihnen, worauf es ankommt

In jeder Stellenanzeige steht, was der Arbeitgeber sucht — oft ziemlich wörtlich. Wer „Rechnungsprüfung" schreibt, will „Rechnungsprüfung" lesen, nicht „kaufmännische Tätigkeiten". Das ist kein Trick und kein Keyword-Stuffing: Es ist die schlichte Entscheidung, dieselbe Sache beim selben Namen zu nennen wie Ihr Gegenüber.

Deshalb gibt es im Editor den Abgleich mit der Anzeige. Sie fügen den Text der Stellenausschreibung ein, und Sie sehen, welche Begriffe darin tragend sind und welche davon in Ihrem Lebenslauf vorkommen. Die Begriffe kommen aus der Anzeige selbst, nicht aus einer Liste, die irgendwer vor drei Jahren gepflegt hat.

Was Sie tatsächlich ändern

Nicht alles. Drei Dinge reichen meistens:

Die Reihenfolge der Stichpunkte. Was zur Stelle passt, gehört an die erste Stelle unter der jeweiligen Station. Alles andere rutscht nach unten oder fällt weg.

Die Wortwahl. Ihre Formulierung gegen die Formulierung der Anzeige tauschen, wo beide dasselbe meinen. Wo sie nicht dasselbe meinen: stehen lassen. Etwas zu behaupten, das Sie nicht können, hält genau bis zum Vorstellungsgespräch.

Was weg darf. Der Nebenjob von 2016 muss nicht in jeder Version stehen. Der Platz gehört dem, was zählt.

Ein Lebenslauf pro Stelle, nicht pro Abend

Das klingt nach Aufwand, weil es früher Aufwand war. In CVgogo duplizieren Sie eine vorhandene Fassung, ändern die drei Dinge oben und laden ein neues PDF herunter — für die meisten Stellen sind das ein paar Minuten. Geben Sie den Fassungen Namen, die Sie in einem Monat noch verstehen: nicht „CV final 3", sondern den Namen des Arbeitgebers.

Und behalten Sie eine vollständige Grundfassung, aus der alle anderen entstehen. Die ist nicht für den Versand gedacht, sondern Ihr Archiv: alles, was Sie je gemacht haben, in voller Länge. Kürzen kann man jederzeit. Sich zu erinnern, in welchem Monat das Praktikum anfing, wird mit jedem Jahr schwerer.