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Wer Ihren Lebenslauf zuerst liest, ist kein Mensch

Zwischen dem Moment, in dem Sie auf „Bewerbung senden" drücken, und dem Moment, in dem jemand Ihren Lebenslauf ansieht, liegt bei größeren Arbeitgebern noch ein Schritt: ein Programm liest die Datei und zerlegt sie in Felder. Name, Kontakt, Stationen mit Zeiträumen, Schlüsselwörter. Was dieses Programm nicht herausbekommt, existiert für die Vorauswahl nicht — egal wie gut es auf dem Papier aussieht.

Woran es scheitert

Text, der keiner ist. Ein Lebenslauf, der als Bild in ein PDF gelegt wurde, sieht am Bildschirm makellos aus und ist für den Parser eine leere Seite. Das passiert, wenn man einen Screenshot oder einen Scan weiterreicht.

Spalten. Eine schmale Seitenleiste mit Kontaktdaten links und der Werdegang rechts liest ein Mensch mühelos. Der Parser liest häufig zeilenweise quer über beide Spalten — und die Telefonnummer landet mitten in einer Positionsbezeichnung.

Tabellen und Textfelder. Beliebt in Vorlagen, unzuverlässig im Auslesen.

Verzierungen. Pfeile, Sternchen, Emoji. Manche Parser werfen die ganze Zeile weg, in der so ein Zeichen steht.

Fehlende Daten. Ohne Monat und Jahr lässt sich keine Chronologie bilden. Aus Berufserfahrung wird eine Liste von Wörtern ohne Zeitraum.

Was hilft

Eine Spalte. Echter Text. Überschriften, die heißen, wie sie überall heißen — Berufserfahrung, Ausbildung, Kenntnisse — und nicht „Mein Weg" oder „Das bin ich". Zeiträume bei jedem Eintrag. Die neueste Station oben: Der Parser nimmt den ersten Eintrag als Ihre aktuelle Position, und wer aufsteigend sortiert, bewirbt sich versehentlich mit dem Job von vor zehn Jahren.

Das PDF entscheidet mit

Speichern Sie aus dem Druckdialog heraus als PDF, nicht als Bild. In CVgogo entsteht das Blatt aus echtem Text, und die Abschnitte tragen die Namen, nach denen ein Parser sucht — diese beiden Dinge sind damit erledigt. Was danach übrig bleibt, hängt von Ihren Angaben ab, und genau das zeigt die ATS-Prüfung im Editor: was ein Parser aus Ihrem Blatt herausbekommt und was nicht.

Ein Hinweis zur Einordnung: Das ist kein Grund, ein hübsches Layout grundsätzlich zu meiden. Für eine Agentur, bei der ein Mensch die Mappe öffnet, darf der Lebenslauf aussehen wie ein Portfolio. Für ein Stellenportal mit dreihundert Bewerbungen pro Ausschreibung sollte er zuerst maschinenlesbar sein. Deshalb gibt es im Editor mehrere Layouts — und nicht ein einziges „richtiges".

Wer Ihren Lebenslauf zuerst liest, ist kein Mensch — CVgogo